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Dieses Laub sollte entfernt werden

Laub ist ein wertvoller Rohstoff. Wird es kompostiert, oder als Mulch unter Hecken und Sträucher verwendet, dann trägt es zur Bodenverbesserung bei. Laub von kranken Pflanzen stellt hier eine Ausnahme dar.

Grundsätzlich stimmt es natürlich, dass mit der Verwertung des Falllaubes als Mulch oder als kompostierbares Gut wertvoller Humus im Boden aufgebaut wird. Dafür sorgen zahlreiche Bodenorganismen, die das Laub fressen und abbauen.

Leider ist es jedoch auch so, dass die Verbreitungsstadien vieler namhafter phytopathogener Pilze im Falllaub überwintern und im Frühling die Pflanzen aufs Neue infizieren.

Daher ist bei empfindlichen Pflanzen wie Edelrosen zu empfehlen, das abgefallene Laub im Herbst zu entfernen, weil die Sporen von Rosenrost und Sternrußtau in diesen Blättern überwintern.

Den Sternrußtau erkennen Sie an runden, bräunlichen Flecken an der Blattoberseite, welche an den Rändern häufig sternartig auseinanderlaufen.

Auffälliger sind die gelb-roten Flecken des Rosenrosts. An der Blattunterseite bilden sich zusätzlich pustelartige, orange Sporenlager.

Durch die Entfernung des Laubes befallener Pflanzen kann die Infektion im kommenden Jahr stark eingeschränkt, oder sogar verhindert werden. Eine Kompostierung des kranken Falllaubes in Heißrotte ist jedoch prinzipiell möglich, weil durch die Zersetzung die Erreger unschädlich gemacht werden.

Bei der Rosskastanie hat die Entsorgung des Laubs den  Vorteil, dass damit auch die Puppen der Kastanienminiermotte, die im Laub überwintern, unschädlich gemacht werden. So kann dem ersten Befall mit der Kastanienminiermotte im Frühling ebenfalls effizient vorgebeugt werden.

Nähere Infos zu diesem und allen anderen Grünraumthemen erhalten Sie beim Grünraumservice am „Natur im Garten“ Telefon (02742/74333, gartentelefon@naturimgarten.at )

Bernhard Haidler, "Natur im Garten"
Quelle