Hochwasserschutzdamm

Hochwasserschutzdamm St. Pantaleon-Erla


Die verheerenden Hochwässer von 2002 und 2013 sind uns allen noch leidvoll in Erinnerung. Nach dem Hochwasser 2002 wurde mit den Planungen von Schutzmaßnahmen begonnen, die von der da-maligen Gemeindeführung bis zu den Gemeindewahlen im Jänner 2015 leider nicht umgesetzt wurden, da die Zustimmung einer Grundbesitzerin immer noch fehlte.
Seit März 2015 haben wir mit Hochdruck für dieses wichtige Projekt gearbeitet. Gott sei Dank konnten die letzten Hürden nach intensiven Verhandlungen überwunden werden, der Startschutz für den Bau des Hochwasserschutz-Dammes wird im Frühling 2018 erfolgen.
Am 21. November 2017 fand eine Informationsveranstaltung zum Thema Hochwasserschutz in unserer Musikschule statt. Der Saal war sehr gut gefüllt. Unser Planer Dipl.-Ing. Reinhard Schulz präsentierte das Gesamtprojekt den interessierten Zuhörern.
Die Bauzeit wird ca. 18 Monate betragen. Insgesamt entstehen ein 3,4 Kilometer langer Damm, 210 Meter Mauer (Beton/Mobilschutz-Elemente), 1.630 Meter Drainagen und fünf Pumpstationen.

Die Errichtung erfolgt in drei Bauabschnitten: Ufererhöhung Erlabach, Damm Erla, Damm St. Pantaleon. Nach Abschluss der Bauarbeiten kommt es noch zu Rekultivierungs- bzw. Rückbaumaßnahmen und Bepflanzungen.
Insgesamt werden 140 Objekte in Zukunft vor Hochwasser geschützt sein.
Als Bürgermeister freue ich mich, dass alle Fraktionen hinter diesem wichtigen Schutzprojekt stehen und dass alle erforderlichen Beschlüsse im Gemeinderat einstimmig gefasst wurden.
11,63 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt, ca. 2 Millionen davon sind von der Gemeinde zu stemmen. Das belastet unser Budget in den nächsten Jahren natürlich in hohem Maße und ich er-suche die Bevölkerung um Verständnis, dass die nächsten wichtigen Projekte wie z. B. ein neues Vereinsgebäude in St. Pantaleon erst nach Abschluss des Hochwasserschutz-Projektes umgesetzt werden können.

Ihr Bürgermeister
Mag. Rudolf Divinzenz


aktueller Stand (06/2019)

Trotz des schlechten Wetters im Mai konnte an den Sielen gearbeitet werden, mittlerweile sind diese fertiggestellt. Es fehlt nur noch das Vergießen des Metallrahmens der Schütze. Im Anschluss erfolgen die Rückverlegung des Bachbettes und die Schüttung der Dämme zwischen den Sielen.

Auch bei der Ausstattung der Pumpwerke mit den Leitungen und Rohren gehen die Arbeiten zügig voran.
Die EVN beginnt mit den Kabelverlegungen von den Trafostationen zu den Pumpstationen und stellt eine neue Erdleitung nach Erla her. Somit ist die erforderliche Zweitanspeisung gewährleistet.
Die Aichbergbrücke wurde gänzlich abgebrochen und wird komplett neu errichtet, gleichzeitig entsteht eine Flutöffnung in der Straßenverlängerung Richtung Sperberteich.
Der gesamte Erddamm in Erla steht kurz vor der Fertigstellung. Die Versetzung des Pumpwerks des Abwasserkanals in den landseitigen Bereich bei der Erlabachbrücke (Landesstraße) wird in den nächsten Wochen erfolgen. Dann kann auch der kurze Damm entlang der Landesstraße geschüttet werden.
In Abstimmung mit der Feuerwehr erfolgt die Lagerung der erforderlichen Mobilschutzelemente in einem Abrollcontainer. Dieser kann im Einsatzfall vor Ort gebracht werden und bei den jeweiligen Mauern entladen werden.
Mitte August sollte der Großteil aller Arbeiten am Damm weitgehend abgeschlossen sein. Die Wiederherstellung der Straßen (Kalkofenstraße, Aichbergstraße und Fluchtweg Richtung Erla) erfolgt im Anschluss.


 



Lagepläne: