St. Pantaleon-Erla

Bewegung macht klug- auch der Weg zur Schule zählt!

Gerade die Bewegung vor dem Unterricht fördert nachweislich die Konzentrationsfähigkeit

Zu Fuß oder mit dem Rad in die Schule fördert die geistige Fitness
Zu Fuß gehen hilft glücklich, gesund und geistig fit zu sein. SchülerInnen, die nicht mit dem Auto direkt vor die Schule gebracht wurden, konnten sich in den ersten 4 Stunden wesentlich besser konzentrieren. Körperliche Aktivität hat somit einen direkten Einfluss auf die schulischen Leistungen! Zusätzlich fördert das selbständige meistern des Schulweges die Eigenständigkeit, soziale Kompetenzen und die gute Laune.

Auf die Plätze, fertig, los!
Kinder bewegen sich gern. Genau diese Bewegungsfreude gilt es von klein auf zu fördern. Auf dem täglichen Weg in die Schule lässt sich Bewegung ganz leicht in den Alltag integrieren. Wird dieser Weg aktiv – das heißt zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad – zurückgelegt, kann damit bereits rund ein Drittel der täglich empfohlenen Bewegung abgedeckt werden. Durch frische Luft und Bewegung kommen die Kinder fit und konzentriert in der Schule an, während sie im Auto dösen und nicht richtig wach werden.

Beweggründe für mehr Bewegung
Wir verfügen von Geburt an über 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn. Wesentlich ist jedoch die Vernetzung dieser Nervenzellen. Der Einsatz der Sinne und des Körpers verursachen Reize und diese führen zur Bildung von Synapsen. Bewegung und die Entwicklung des Intellekts hängen daher untrennbar zusammen.
Elektronische Medien schulen zwar visuelle und akustische Sinne - für die Körperkoordination haben sie jedoch keinen Nutzen. Dafür muss sich der ganze Körper bewegen. Das gibt dem Kind ein Gespür von seinem Körper und der Raumvorstellung. Der Gleichgewichtssinn wird dabei auch geschult. Bei wenig Bewegung fehlt auch die notwendige Koordination. Kinder fallen schneller hin und verletzen sich.
Auch die Psyche profitiert von der körperlichen Bewegung. Angstzustände und Depression können vermindert werden. Der Schulweg wird so zu einem wichtigen Lern- und Erfahrungsraum für die Kinder.

Wie viel sollen sich Kinder bewegen?
Laut österreichischer Bewegungsempfehlung sollen sich Kinder und Jugendliche mindestens 60 Minuten täglich bewegen. Dabei gilt: Je jünger die Kinder sind, umso mehr Bewegung. Insgesamt erfüllt lediglich ein Fünftel der österreichischen Schülerinnen und Schüler diese Empfehlung. Natürlich sollen Kinder keinesfalls überfordert werden, da dies auch mit höherem Verletzungsrisiko einhergeht. Was zählt, ist die Bewegung an sich! Kinder dürfen dabei ruhig außer Atem kommen und schwitzen.

Weitere Informationen bei der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ unter www.umweltbildung.enu.at bzw. Tel. 02742 219 19.